Olive & Co

Olivenbäume

Olivenbäume gehören zu den traditionellen Nutzpflanzen der Menschheit. In mehr als 60000 Jahre alten Siedlungsresten hat man getrocknete Olivenblätter gefunden. Das Hauptprodukt von Olivenbäumen ist das Olivenöl. Mehr als 3 Millionen Tonnen werden jährlich in der EU hergestellt. Nur 10% davon gehören zur wertvollsten Qualitätsklasse, dem extra vergine Öl, das schonend kalt gepresst wird und die wertvollen Inhaltsstoffe in höchster Menge enthält. Die weniger wertvollen Qualitäten bis hinunter zum "Lampante" werden durch Heisspressen bzw. durch Extraktion mit chemischen Lösemitteln hergestellt.

Die Qualität von Olivenölen wird in der EU durch die VO (EU) 1308/2013 Anhang I, Teil VIII beschrieben (http://eur-lex.europa.eu/legal-content/de/ALL/?uri=CELEX:32013R1308).

Die Seitenströme (Restströme, Abfallströme)

15 Millionen Tonnen Oliven werden jedes Jahr zu Olivenöl verarbeitet.Das Öl stellt jedoch nur 20% des Fruchtvolumens dar, der Rest ist schwer verwertbarer Abfall, der unter Kostenaufwand oder Inkaufnahme von erheblichen Umweltbelastungen entsorgt werden muss. Als Seitenströme der Olivenölherstellung sind bekannt:

  • Trester, bestehend aus Fruchtfleisch, Kernen (Steinen) und Kernsplittern, sowie wenig Blättern und Zweigen
  • Waste Water = Oliven-Fruchtwasser plus Prozesswasser.

N-Zyme BioTec hat eine Herstellkette aufgebaut, die an die Reststoffströme ankoppelt und definierte Rohware, zum Beispiel Blätter verfügbar macht. Nicht nur die Olive mit ihren Polyphenolen, sondern auch viele andere Pflanzen besitzen funktionelle Inhaltsstoffe, die man mit dem Oberbegriff "Sekundäre Pflanzenstoffe (SPS)" bezeichnet. Diese sind neben den Primären Pflanzenstoffen, also Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten sehr viel geringer konzentriert, oftmals aber vielfach wirksamer. Die Natur bedient sich der SPS als wirksame Hilfsmittel für die Immunabwehr, Färbung, für die Anlockung oder Abwehr anderer Organismen, für die Stoffwechselsteuerung und die interindividuelle Kommunikation. Die Menschen haben sich schon vor Urzeiten der SPS bedient um diese zunächst auf empirischer Basis, später systematisch und mit erforschten Wirkmechanismen zur Verbesserung ihrer Gesundheit und ihres Wohlbefindens zu verwenden (sog. Phytomedizin)